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8. Tag der Artenvielfalt : Mitten in unserer Stadt Artenreichtum erfasst
Eingefügt am 15. Juni

Wegen Inventur geöffnet – Landesgartenschaugelände



Nach dem mittlerweile traditionellen Frühstück der Experten im Museumskeller ging es für das Feld-Team ausgerüstet mit Klopfschirm, Schnappdeckelgläsern, Lupe, Fotoapparat und Bestimmungsbüchern in die Ausgleichsfläche im Mörsch, um dort bereits zuvor aufgestellte Bodenfallen einzusammeln, die Flora und Fauna genau zu untersuchen und zu katalogisieren. Dr. Karl-Friedrich Raquet (Ameisen), Dr. Dieter Nährig (Spinnen und Insekten), und Dr. Andreas Askani (Flora), zusammen mit zwei Nachwuchsbiologinnen aus Konstanz, durchstreiften das Gebiet.



Derweil suchte Diplom-Biologin Claudia Wein sich einen geeigneten Platz für ihre Gerätschaften, mit deren Hilfe sie nach der Oktett-Methode (das Erzeugen eines sich drehenden elektrischen Spannungsfeldes) Regenwürmer aus dem Erdboden lockt.
Nach einer kurzen Stärkung ging es weiter ins Landesgartenschaugelände, wo die Experten nach einer kurzen Bestandsaufnahme auf die interessierte Bevölkerung warteten.
So konnte man von Dr. Raquet allerlei über Ameisenlöwen und die raffinierte Klimatechnik eines Ameisenhaufens erfahren, während Dr. Nährig die Fangmethoden für Spinnen erläuterte und einige gefundene Exemplare - so zum Beispiel eine Sackspinne und die leuchtend grüne Kürbisspinne - zeigte.
Claudia Wein erklärte die Vorgehensweise beim Fangen von Regenwürmern, erläuterte ihr Vorgehen und konnte trotz anhaltender Trockenheit einige Exemplare der für die Bodenverbesserung so wichtigen Erdwürmer hervorlocken.
Dr. Askani (Botanik) zeigte schließlich eine Pflanzengalle an einem Weidenast und erklärte die Entstehung dieser durch fremde Organismen am Baum verursachten Anomalie.
Abschließend führte der Apotheker Dr. Günter Dickschat über die Wiese und fand zahlreiche, für den Menschen medizinisch wirksame Pflanzen, bspw. Weide, deren Rinde Salicylsäure enthält, heute besser unter dem Namen „Aspirin“ bekannt.



Nachdem auch die letzte Frage zum jeweiligen Fachgebiet beantwortet war, zogen sich die Experten zurück, um im Güldenen Engel die gefundenen Arten zusammenzutragen und die Veranstaltungen des gerade vergangenen Wochenendes noch einmal im Rückblick zu besprechen. Jetzt trägt die Gruppe alle gefundenen Arten in die Artenliste nach und nach ein, diese wird sowohl auf der Homepage der Stadt Hockenheim, als auch bei GEO.de veröffentlicht.


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